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6 Insidertipps zur erfolgreichen Verbreitung von Content

Insidertipps zur Verbreitung von Content

Insidertipps zur Verbreitung von Content

In unserem heutigen Gastartikel fassen wir ein paar Tipps zur Verbreitung von Content aus Anne M. Schüllers Bestseller „Das neue Empfehlungsmarketing“ für Sie zusammen.

1. Schaffen Sie Content, der Prestige aufbaut

Produzierter Content wird von den Nutzern nur dann geteilt, wenn diese dabei ein positives Gefühl haben. Niemand ist bereit, Inhalte zu verbreiten, die man langweilig findet, die man negativ betrachtet oder die keinerlei Mehrwert bieten.

Die digitale Persönlichkeit will – genauso wie eine physische Person – einen guten Ruf aufbauen und sichern. Top-Content sichert dem weiterverbreitenden Nutzer ein Gefühl von Stärke, Prestige und einen gesteigerten Selbstwert. Plötzlich kann man Trendsetter sein und Richtungen mitbestimmen.

Nur Unternehmen, die einen solchen Content erstellen, haben eine reale Chance, damit Dritte zu erreichen, weil er attraktiv genug ist, um geteilt zu werden. Erfolgreicher Content achtet somit nicht allein auf Funktionalität, sondern auch auf inhaltliche Teilbarkeit.

2. Erkennen Sie die Motive, Inhalte zu verbreiten

Im Kern teilen Menschen Inhalte wahlweise, weil sie anderen damit helfen wollen, sich nützlich machen möchten, jemanden vor Schaden bewahren wollen oder schlicht auf Wohlwollen und Anerkennung aus sind.

Ferner, um sich zu profilieren, weil man Zugang zu hochklassigen Inhalten hat oder um Kontakte zu pflegen und Diskurse in den eigenen Netzwerken anzukurbeln. Schließlich geht es darum, Veränderungen und Verbesserungen herbeiführen zu können.

Das Teilen von Inhalten hat für viele Nutzer einen Belohnungs-Charakter. Sofern sie im Teilen einen Mehrwert für sich oder andere sehen, steigert dies ihre Bereitschaft, Content zu verbreiten, erheblich. Generell sind Inhalte, die Emotionen abrufen, leichter zu teilen, weil Emotionen in der digitalen Welt ein starker Auslöser sind.

Durch das Teilen bauen wir Sozialkapital auf. Jeder Mensch hat also die grundsätzliche Veranlagung, Inhalte zu verbreiten. Die Umsetzung – oder genauer gesagt die Hemmschwelle, etwas zu teilen – ist jedoch von der individuellen Intro- oder Extrovertiertheit abhängig.

3. Der Einfluss der menschlichen Psyche auf das Teilen

Das individuelle Gefühl, „wichtig“ zu sein, ist einer der wesentlichen Antriebe des Menschen. Durch das Teilen von Content entsteht das Gefühl, etwas von Bedeutung zu tun. Inhalte, die dies auslösen, werden engagiert geteilt und regen zudem oftmals zum Kauf an. Denn darauf zielt letztlich jeder Content ab: Steigerung der physischen Verkäufe und der digitalen Conversions.

Es reicht in der Regel jedoch nicht, seinen hochwertigen Content nur auf seiner Website zu platzieren. Dort kann er schnell untergehen. Es ist wesentlich effizienter, die Nutzer aktiv zu animieren, die Inhalte selbstständig zu verbreiten.

Ferner ist es wichtig, die berühmte 90-9-1-Regel von Jakob Nielsen zu beachten. Nur ein Prozent der Nutzer sind stark aktiv und verbreiten den Großteil des Contents. Dazu kommen neun Prozent, die gelegentlich aktiv sind und Beiträge teilen. Am stärksten fallen dagegen die 90 Prozent der passiven Nutzer ins Gewicht, die lediglich konsumieren und nichts erstellen oder teilen.

4. Beachten Sie Dark Social: Content unter dem Radar

Nicht jeder Inhalt wird öffentlich geteilt und ist damit gut sichtbar. Immer öfter wird im „Dark Social“ geteilt, also direkt über Messenger wie WhatsApp. Gleiches gilt für Snapchat, wo Inhalte bereits nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Nach neuesten Studien landen etwa 84 Prozent aller Inhalte in „Dark Social“.

Darin ist die Offline Mundpropaganda noch nicht einmal erfasst, die immer noch von großer Bedeutung ist. Was die beste Freundin oder ein namhafter Experte empfiehlt, dem folgen wir nahezu blind. Mit aktuellen Monitoring-Tools lässt sich folglich nur ein Bruchteil des realen Sharing-Volumens erfassen.

5. Wie Sie Content gezielt pushen und viral machen

Es gibt ihn, den Content, der von sich aus viralisiert und Interessierte zu sich zieht. Die meisten hochwertigen Beiträge schlummern jedoch ungesehen vor sich hin und werden schlicht übersehen.

Um das zu verhindern, muss Content in Form von Kampagnen verbreitet und unter Umständen auch werblich forciert werden. Nur dann kann eine kritische Masse erreicht werden, ab der sich Inhalte verselbstständigen.

Diese Verselbstständigung ist nicht steuerbar und kann eine enorme Eigendynamik entwickeln. Daraus ergeben sich riesige Chancen, aber ebenfalls ein unkalkulierbares Risiko – Stichwort Shitstorm.

6. Die gezielte Ansprache von passenden Verteilern

Es ist nicht möglich, gezielt viralen Content zu produzieren, man kann nur die Voraussetzungen dafür schaffen. Dabei gilt: Je emotionaler, desto viraler. Wird eine kritische Masse erreicht und der Tipping Point überwunden, dann verselbstständigt sich der Content. Dies lässt sich auf zwei Arten forcieren:

a) Targeted Seeding:
Man versucht, den Content gezielt an starke Netzwerker auszuspielen. Dies können einerseits Mitglieder des eigenen Umfeldes (Presse, Partner, Mitarbeiter, Kunden, etc.) oder andererseits digitale Influencer sein. Ein Kriterium der Auswahl ist dabei die Vernetzung der Angesprochenen in der finalen Zielgruppe.

b) Touchpoint Seeding:
Hierbei wird der Content an direkte Berührungspunkte (Website, Blogs, Social-Media-Plattformen, etc.) ausgespielt, damit er sich von dort aus verbreitet. Erreicht man damit mediale Aufmerksamkeit, kann schnell eine hohe Reichweite und Werbewirkung erzielt werden.

Natürlich kann man entsprechende Inhalte auch mit finanziellem Einsatz bei professionellen Weiterverbreitern einbinden. Gleiches gilt für verprovisionierte Partnerprogramme oder Affiliate-Systembetreiber, die die Inhalte in fremde Newsletter oder Portale einstreuen.

Empfehlungsmarketing

Empfehlungsmarketing

Anne M. Schüller

Anne M. Schüller


Aus dem Buch von Anne M. Schüller
Das neue Empfehlungsmarketing – Durch Mundpropaganda und Weiterempfehlungen neue Kunden gewinnen (BusinessVillage 2015, 300 Seiten, 29,80 Euro)
www.empfehlungsmarketing.cc

Danke an unsere Gastautorin
Anne M. Schüller ist Keynote-Speaker, Bestsellerautorin und Businesscoach. Sie gilt als führende Expertin für Empfehlungsmarketing und Touchpoint-Management. Die internationale Wirtschaftselite ist Teil ihres erlesenen Kundenkreises. Mehr Informationen erhalten Sie unter www.anneschueller.de